Max Czollek: Zweifelssohn
Klett-Cotta Maximilian Gödecke Anemone Thakis
Di 08.12.26 — 19.30

Max Czollek: Zweifelssohn

Lesung, Gespräch und Musik

TONALi SAALVorträge

Programm

Vielleicht ist Zweifelssohn verrückt, vielleicht ein Genie, vielleicht ein Prophet, so genau lässt es sich nicht sagen. Jedenfalls sieht er Dinge, die andere nicht sehen. Er ist das Gegenteil von Leichtigkeit, trägt in seinem Koffer die Last der Geschichte. Max Czollek ringt in seinem ersten Roman mit einer Gegenwart zwischen Popliteratur und Untergangsvision. Sein Protagonist Zweifelssohn („wie Mendelssohn, aber mit Zweifel“) reist von Wien quer durch Deutschland bis nach Rügen und ist dabei immer auch auf der Flucht vor einer Welt, deren Ende ihn einzuholen droht. Poetisch, witzig, mitunter bitterböse, aber auch verzweifelt optimistisch erzählt der Roman von der unerträglichen Gegenwärtigkeit des Jüdischseins.

Lesung und Gespräch werden von Akkordeonspieler Jakob Neubauer musikalisch begleitet.

Max Czollek, geboren 1987, ist Autor und lebt in Berlin. Er ist Verfasser mehrerer Lyrik- und Essaybände, Mitherausgeber des Magazins Jalta – Positionen zur jüdischen Gegenwart, Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und Kurator beim Haus der Kulturen der Welt Berlin, war Stadtschreiber zu Rheinsberg und DAAD Distinguished Chair in Contemporary Poetics, New York 2024. Zweifelssohn ist sein erster Roman.

Jakob Neubauer ist in Russland aufgewachsen und hat dort seine Musikausbildung auf dem russischen Knopfakkordeon (Bajan) absolviert. Seit 1991 ist er in Hamburg als Orchester- und Theatermusiker tätig, u.a. am Schauspielhaus, an der Hamburgischen Staatsoper, mit den Hamburger Symphonikern oder dem NDR-Symphonieorchester.

Gastgeber ist Sebastian Schirrmeister

Künstler:innen

Czollek, Max (Autor),
Neubauer, Jakob (Akkordeon)
Schirrmeister, Sebastian (Moderation)

Auf einen Blick

Max Czollek liest aus seinem neuen Roman und spricht darüber. Jakob Neubauer (Akkordeon) musiziert dazu.

Das weiß nur, wer hingegangen ist. Nur so viel: Es ist Chanukka...

Weil wir alle in dieser Gegenwart leben müssen. Zweifelssohn zeigt uns, was unter der Oberfläche brodelt.

Hinkommen

Mit der U2 oder U3 bis Haltestelle Schlump, dann 5 Min zu Fuß:

Auf „Beim Schlump“ geradeaus > an der zweiten Ampel links auf „Bogenstraße“ > nächste links auf „Kleiner Kielort“

Mit den Buslinien 4, 5, 15 und X3 bis Haltestelle „Bezirksamt EimsbüttelAuf die „Bogenstraße“ abbiegen > nächste links auf „Kleiner Kielort“

Wir halten eine begrenzte Anzahl an Parkplätzen auf dem Hof bereit.

Bitte nutzen Sie nur die Parkplätze mit „TONALi“ oder ab 18:00 Uhr und am Wochenende die zusätzlich die „IPS Foto“ Stellplätze. Sollten keine Parkplätze mehr frei sein, nehmen Sie bitte Rücksicht auf die vermieteten Stellplätze unserer Nachbar:innn und nutzen Sie die kostenpflichtigen Parkplätze in der Umgebung.

An der Kreuzung Bogenstraße / Grindelallee befindet sich eine Stadtrad-Station. Am TONALi Campus gibt es begrenzte Fahrradhalter, bitte halte Flucht- und Rettungswege frei.

Barrierefreiheit

Die Haltestellen Schlump und Hoheluftbrücke sind mit einem Fahrstuhl ausgestattet.

Aktuell ist der nächste öffentliche Behindertenparkplatz in der Grindelallee 178 (ca. 300m), zwei weitere befinden sich in der Monetastraße 5 (ca. 370m).

Vor dem TONALi SAAL gibt es keinen expliziten Behindertenparkplatz, gerne reservieren wir Ihnen einen Parkplatz mit ausreichend Abstand.

Der TONALi SAAL ist stufenlos begehbar, die Eingangstreppe kann via Aufzug umgangen werden.

Eine rollstuhlgerechte Toilette ist vorhanden.

Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 erhalten gegen Nachweis 50% Ermäßigung im TONALi Ticketshop. Sofern das Merkmal „B“ im Schwerbehindertenausweis vermerkt ist, erhält eine Begleitperson eine kostenlose Karte.

Der TONALi SAAL hat keinen festen Stuhlplan, gerne stellen wir variable Rollstuhplätze bereit.

Gastronomie

Vor, während und nach der Veranstaltung hat unsere TONALi Bar für euch geöffnet.Hier gibt es alkoholische und alkoholfreie Getränke und kleine Snacks gegen Spende.

Zudem empfehlen wir einen Besuch bei unseren Nachbarn:

3 Min: Mathilde Bar, Bogenstraße 5 Webseite / Karte

3 Min: HADLEYS Bar, Beim Schlump 84A Webseite / Karte

Partner & Förder:innen

  • jüdischer Salon am Grindel e.V.
    jüdischer Salon am Grindel e.V.
Abstrakte Illustration in Violett und Weiß mit Halbton-Raster-Effekt, andeutungsweise menschliche Silhouetten erkennbar.Liedstadt

Liedstadt Festival

26.09. - 10.10.